Vegane Ernährung ist in der Schweiz nicht mehr nur eine Nische, sondern ein etablierter Lebensstil mit wachsender Nachfrage. Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2023 ernähren sich rund 12,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig vegan – ein Anstieg von fast 50 Prozent seit 2018. Besonders in urbanen Räumen wie Zürich oder Genf ist die vegane Lebensmittelkette ein fester Bestandteil des Alltags. Doch was macht das offizielle Portal vegaz offizielles portal so besonders? Es vereint nicht nur eine breite Auswahl an veganen Produkten, sondern auch Wissen, Tipps und eine Plattform für den Austausch zwischen Experten und Verbrauchern.
Das Portal bietet eine einzigartige Kombination aus Online-Shop, Informationsplattform und Community. Während der Online-Shop über 3000 vegane Produkte von lokalen und internationalen Herstellern anbietet – von Fleischersatzprodukten wie Beyond Meat bis zu Bio-Produkten von Schweizer Marken wie Vivera –, steht die Wissensplattform im Mittelpunkt. Hier finden Verbraucher detaillierte Richtlinien zu Nährstoffen, Allergien und der richtigen Zubereitung veganer Gerichte. Besonders nützlich ist die Rubrik „Vegane Rezepte“, die von Profis wie dem Schweizer Koch Thomas Köhler entwickelt wurde und eine Fülle an praktischen Tipps liefert.
Die Rolle von veganen Alternativen in der Schweizer Küche
Traditionell basiert die Schweizer Küche auf Milchprodukten und Fleisch – doch die vegane Bewegung hat hier bereits spürbare Veränderungen ausgelöst. Laut dem Marktforschungsinstitut GfK Schweiz stieg der Umsatz mit veganen Produkten in den letzten drei Jahren um 18 Prozent. Besonders beliebt sind vegane Fleischersatzprodukte, die in der Hälfte aller Schweizer Supermärkte erhältlich sind. Doch auch in der traditionellen Küche finden sich immer mehr vegane Alternativen: Seit 2022 gibt es zum Beispiel vegane Varianten der berühmten Schweizer Fondue, die von der Marke „Vegano“ angeboten werden. Auch in der Gastronomie hat sich die vegane Küche etabliert – laut einer Umfrage des Schweizer Hotelverbandes sind bereits 40 Prozent der Restaurants in Grossstädten wie Bern oder Lausanne vegane Optionen anbieten.
Ein weiterer Trend ist die Nachfrage nach regionalen veganen Produkten. Schweizer Hersteller wie „Alpina Bio“ oder „Vivera“ setzen auf pflanzliche Alternativen, die lokal produziert und nachhaltig sind. Besonders im Fokus stehen dabei Proteinquellen wie Linsen, Kichererbsen und Sojaprodukte, die nicht nur umweltfreundlich sind, aber auch eine gute Alternative zu tierischen Proteinen darstellen. Die Nachfrage nach solchen Produkten hat dazu geführt, dass viele Supermärkte wie Coop oder Migros spezielle Regale für vegane Lebensmittel einrichten. So kann der Verbraucher nicht nur nachhaltiger leben, sondern auch auf eine breite Auswahl an hochwertigen Produkten zurückgreifen.
Vegaz als Brücke zwischen Verbrauchern und Experten
Neben dem Handel und der Wissensvermittlung spielt die Community auf vegaz eine zentrale Rolle. Das Portal bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Verbrauchern, Kochprofis und Wissenschaftlern. Besonders interessant ist die Rubrik „Vegane Ernährung im Alltag“, in der Experten wie der Ernährungswissenschaftler Dr. Markus Müller ihre Erfahrungen teilen. In einem Interview mit dem Schweizer Magazin „Natur und Gesundheit“ betonte er, dass eine ausgewogene vegane Ernährung nicht nur möglich, sondern auch gesund sein kann – vorausgesetzt, sie berücksichtigt alle essenziellen Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen und Omega-3-Fettsäuren. Tipps zur Supplementierung und zu pflanzlichen Quellen dieser Nährstoffe sind hier besonders wertvoll.
Ein weiterer Mehrwert des Portals ist die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen. Seit 2021 unterstützt vegaz das Projekt „Vegane Wochen in der Schweiz“, das in verschiedenen Städten wie Zürich oder Lausanne Veranstaltungen wie Kochworkshops, Vorträge und Food-Fairs organisiert. Diese Initiativen zeigen, dass vegane Ernährung nicht nur eine Lebensweise, sondern auch eine Gemeinschaft ist. Durch solche Projekte wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltige Ernährung geschaffen.
- Laut BFS ernähren sich 12,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig vegan (2023).
- Der Umsatz mit veganen Produkten in der Schweiz stieg in den letzten drei Jahren um 18 Prozent.
- Über 3000 vegane Produkte sind im Online-Shop von vegaz erhältlich.
- 40 Prozent der Schweizer Restaurants bieten vegane Optionen an.
- Die vegane Fondue-Variante von „Vegano“ ist seit 2022 in Supermärkten erhältlich.
Zukunftsperspektiven: Wie die Schweiz vegan wird
Die vegane Bewegung in der Schweiz zeigt ein starkes Wachstum, doch es gibt noch Raum für Verbesserungen. Besonders wichtig ist die Integration von veganen Produkten in die Schweizer Schulküchen. Aktuell gibt es nur wenige Kantone, die vegane Mahlzeiten anbieten – ein Bereich, in dem sich vegaz engagiert positionieren kann. Zudem wäre eine stärkere Förderung von Forschung zu pflanzlichen Proteinen und nachhaltigen Lebensmitteln sinnvoll. Wenn die Schweiz ihre Position als Vorreiter in der nachhaltigen Ernährung weiter ausbauen will, muss vegane Ernährung nicht nur im Privatleben, sondern auch in Politik und Wirtschaft verankert werden.