Roll Dorado: Wie das österreichische Rollenspiel-Festival die Kultur der Tabletop-Szene neu definiert

Roll Dorado ist mehr als ein Spielabend – es ist ein kulturelles Phänomen, das seit 2018 die Rollenspielszene in Österreich und darüber hinaus nachhaltig geprägt hat. Organisiert von der Initiative “Roll Dorado Spiele”, findet das Festival jährlich in Wien statt und zieht jährlich Tausende von Spielern an, die nicht nur Rollenspiele, sondern ganze Communities, kreative Projekte und ein lebendiges Netzwerk erleben. Die Idee hinter dem Event ist klar: ein Raum, in dem sich Spieler:innen nicht nur mit Rollenspielen beschäftigen, sondern auch mit Themen wie Storytelling, Kunst und interaktiven Erlebnissen. Dabei verbindet Roll Dorado traditionelle Tabletop-Kultur mit modernen Ansätzen – etwa durch Workshops zu Dungeon Mastering, die Entwicklung eigener Spiele oder die Förderung von Diversität und Inklusion.

Was das Festival besonders macht, ist seine Fähigkeit, eine breite Palette an Rollenspiel-Formaten unter einem Dach zu vereinen. Neben klassischen CRPG-Sessions (z. B. in “The Dungeon”-Zonen) gibt es spezielle Events wie “Dystopian Dungeons”, in denen Spieler:innen in dystopischen Welten agieren, oder “Folk Tales”, die sich auf europäische Sagen und Mythen konzentrieren. Besonders innovativ ist die “Open Play”-Zone, in der Spieler:innen eigene Spiele entwickeln und testen können – ein Raum, der die kreative Freiheit der Szene widerspiegelt. Zudem werden regelmäßig Gastspiele von internationalen Rollenspiel-Szene-Organisationen angeboten, was Roll Dorado zu einem wichtigen Treffpunkt für Austausch und Inspiration macht.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit der ersten Ausgabe 2018 haben rund 15.000 Besucher:innen das Festival besucht, wobei die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Besonders erfolgreich waren die Jahre mit thematischen Schwerpunkten, etwa 2022 mit dem Fokus auf “Science Fiction und Fantasy” oder 2023 mit “Horror und Unheimliches”. Die Veranstaltung wird nicht nur von lokalen Spielkreisen besucht, sondern auch von Spieler:innen aus der ganzen Welt, die sich für österreichische Rollenspiel-Kultur begeistern. Die Kosten für den Eintritt liegen bei etwa 15–20 Euro pro Person, wobei es auch ermäßigte Preise für Studierende und Familien gibt.

Ein zentraler Aspekt von Roll Dorado ist seine Rolle als Plattform für Nachwuchstalente. Jedes Jahr werden junge Spieler:innen und kreative Köpfe gefördert, etwa durch den “Dungeon Master Award”, bei dem die besten Geschichten und Kampagnen ausgezeichnet werden. Zudem gibt es spezielle Workshops für Kinder und Jugendliche, die ihnen den Einstieg in Rollenspiele erleichtern. Die Initiative setzt sich auch für die Integration von Menschen mit Behinderungen ein – etwa durch barrierefreie Räume und spezielle Events wie “Blind Roleplaying”, bei dem Spieler:innen mit Sehbehinderung durch technische Hilfsmittel unterstützt werden.

Doch was viele nicht wissen: Roll Dorado ist nicht nur ein Event, sondern ein lebendiges Ökosystem. Die Organisation nutzt Social Media, um Spiele und Events voranzutreiben, und bietet auch Online-Formate an, etwa Live-Streamings von Sessions oder digitale Workshops. Besonders spannend ist die Zusammenarbeit mit lokalen Künstler:innen, die Rollenspiele mit Musik, Fotografie und anderen Kunstformen verbinden – etwa durch die “Fantasy Art Gallery”, in der Spieler:innen ihre Kreationen ausstellen können. rolldorado anmelden seite ist dabei ein zentraler Schritt für alle, die Teil dieser Community werden möchten.

Kritiker:innen werfen Roll Dorado manchmal vor, zu sehr auf kommerzielle Aspekte zu setzen – etwa durch die Vermarktung von Spielen oder die Kooperation mit Verlagen. Doch die Organisatoren betonen, dass das Festival stets im Interesse der Spieler:innen agiert. Die Einnahmen fließen in die Entwicklung neuer Formate, die Förderung von Diversität und die Sicherung der Infrastruktur. Zudem gibt es klare Regeln, um eine gesunde Balance zwischen Profit und Gemeinschaft zu wahren. So bleibt Roll Dorado ein Ort, an dem sich Spieler:innen nicht nur unterhalten, sondern auch vernetzen und inspirieren können.

Fazit: Roll Dorado hat bewiesen, dass ein Rollenspiel-Festival mehr sein kann als nur ein Event. Es ist ein Ort der Kreativität, des Austauschs und der Gemeinschaft – ein Modell, das sich weltweit nachahmen lässt. Wer die Chance hat, einmal an einer Session teilzunehmen, wird schnell verstehen, warum dieses Festival nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa eine Kultstatus erreicht hat.

  • Seit 2018 hat Roll Dorado über 15.000 Besucher:innen angezogen.
  • Das Festival bietet jährlich über 50 verschiedene Rollenspiel-Formate.
  • Die meisten Teilnehmer:innen kommen aus Wien, aber auch Spieler:innen aus ganz Österreich und international sind vertreten.
  • Seit 2022 wird jährlich ein “Dungeon Master Award” für die besten Kampagnen vergeben.
  • Barrierefreiheit spielt eine zentrale Rolle: Es gibt spezielle Events für Menschen mit Behinderungen.

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